Zuerst einmal stellt sich die Frage, warum ich hier überhaupt auf digitale und hybride Kunden­ver­an­stal­tungen eingehe. Die Szene der Finanz­dienst­leister hat sich die Digita­li­sierung bereits seit geraumer Zeit als festen Teil der Agenda auf die Fahnen geschrieben – wir hatten hier ja auch schon über digitale Kunden­be­ratung gesprochen. Das heißt, das Thema digitale oder hybride Kunden­ver­an­stal­tungen ist nur ein weiterer logischer Schritt, wenn es um Kunden­bindung und Akquise geht. Vielleicht nutzen Sie sogar gerade die Sommer­pause dazu, sich darüber Gedanken zu machen?

Für besagten Schritt ist es jedoch wichtig, einige Beson­der­heiten im Auge zu behalten, die ich sowohl in meiner Funktion als Gründer und Geschäfts­führer des Instituts Für Unternehmer­familien (IFUF) wie auch als Speaker und vielfacher digitaler Veran­stal­tungs­be­sucher erfahren durfte – und nun als Check­liste für Sie aufbe­reitet habe. Ergänzend können Sie in meinem kosten­losen eBook „Lesen. Veran­stalten. Begeistern.“ nachlesen, wie Sie Ihre analogen Unter­neh­mer­ver­an­stal­tungen erfolg­reich gestalten.

Welche Veran­staltung eignet sich für welches Thema?

Zunächst möchte ich Ihnen eine Übersicht darüber bieten, welche Veran­stal­tungs­formate es überhaupt gibt und was diese jeweils auszeichnet. Möglich sind: 

  • Analoge Veran­stal­tungen: Alle Teilnehmer befinden sich vor Ort und in einem Raum. I. d. R. sind die Referenten ebenfalls physisch vor Ort. Einzelne Referenten können jedoch unter Umständen digital zugeschaltet werden. 
  • Hybride Veran­stal­tungen: Es gibt Menschen – Zuschauer und Referenten –, die sich physisch/analog in einem Raum befinden. Andere wiederum werden digital zugeschaltet. 
  • Digitale Veran­stal­tungen: Alle Teilnehmer werden über digitale Medien zusam­men­ge­schaltet. Dabei ist kein Zuschauer physisch anwesend oder mit anderen Zuschauern im gleichen Raum. Einige Modera­toren und Referenten befinden sich jedoch gemeinsam in einem Raum vor Ort – während andere Referenten auch digital zugeschaltet werden können. 
  • Volldi­gitale Veran­stal­tungen: Alle Teilnehmer und Referenten sind nur über digitale Medien zugeschaltet. Niemand – weder Zuschauer noch Modera­toren oder Referenten – befindet sich physisch/analog im gleichen Raum mit einer anderen Person. 

Lassen Sie uns dieses Vorhaben nun noch aus Ihrer Sicht als Anbieter, also als Veran­stalter, betrachten. Was können Sie tun, um erfolg­reich zu veran­stalten? Die Antworten darauf hängen maßgeblich davon ab, welcher der beiden grund­sätz­lichen Wege einge­schlagen wird:

  • Weg 1: Sie definieren zunächst die Zielper­sonen und anschließend ein Veran­stal­tungs­thema für diese Zielpersonen. 
  • Weg 2: Sie haben bereits ein Thema und suchen anschließend die entspre­chenden Zielper­sonen für dieses Thema. 

Aus meiner Erfahrung gibt das Thema der Veran­stal­tungen in Zukunft immer stärker vor, wie und über welches Medium man veran­staltet und somit welches der oben definierten Formate man idealer­weise verwendet. Ein Wein‑, Whiskey- oder Gin-Tasting zum Beispiel wirkt am besten natürlich analog bzw. physisch – und das sollte auch so bleiben. Man kann so etwas zwar mittler­weile auch digital veran­stalten – die Teilnehmer bekommen dann z. B. den Gin im Vorfeld der Veran­staltung zugeschickt inklusive einer konkreten Anleitung etc. –, doch ist die analoge Variante für eine solche Veran­staltung ohne Zweifel am besten geeignet. Auch die typischen Freitags‑, Samstags- und Sonntags-Veran­stal­tungen, z. B. Musik- und Kultur­ver­an­stal­tungen oder Grillen, finden optima­ler­weise als analoge bzw. physische Veran­stal­tungen statt, da sie neben einem gewissen Show‑, auch einen Wohlfühl- und Socia­lising- sowie Netzwerk-Charakter besitzen.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Themen, bei denen es sich definitiv lohnt, auf eine digitale oder volldi­gitale Veran­staltung umzusteigen. Das sind z. B. Veran­stal­tungen mit fachbe­zo­genen Themen, die unter der Woche statt­finden. Lassen Sie mich auch hierzu einige Beispiele anführen: Veran­stal­tungen zu Kapital­markt-Aussichten, Änderungen im Erbschaft­steu­er­recht oder der Auslands­steuer. Solche Themen bzw. Fachver­an­stal­tungen trans­por­tieren reines Fachwissen und erfordern daher auch keinen umfang­reichen persön­lichen Austausch vor Ort.

Stellen Sie sich folgendes Szenario einmal aus Sicht Ihres viel beschäf­tigten, terminlich immer eng getak­teten Kunden, also des Unter­nehmers vor: Es gibt am Mittwoch um 18 Uhr eine Veran­staltung zum Thema „Die neuesten Entwick­lungen in der Erbschafts­steuer bei der Übertragung von Unter­nehmen auf Famili­en­mit­glieder“. Diesbe­züglich gilt es, vom Teilnehmer-Stand­punkt aus ein paar Punkte zu beachten:

  • Will ich als Unter­nehmer in einer analogen Veran­staltung wirklich jedem zeigen, dass ich mich mit dem Thema beschäftige, oder mich eher bedeckt halten? Letzteres gelingt digital deutlich leichter, denn man kann dort auch unter einem anonymen Nickname ohne Kamera teilnehmen, ohne sich also direkt physisch zu outen. 
  • Als Unter­nehmer bin ich bereits seit 7 Uhr früh in meiner Firma tätig. Ist nun eine analoge Veran­staltung für den Abend angesetzt, so ist das nicht selten mit einer Fahrzeit von 30 bis 40 Minuten (jeweils für Hin- und Rückweg) verbunden. Ich muss also zwischen 17 und 17:30 Uhr Feier­abend machen, zur Veran­staltung und dann nach Hause fahren. Häufig wird die Veran­stal­tungs­teil­nahme daher kurzfristig abgesagt. Mit digitalen Veran­stal­tungen lässt sich diesem Umstand effektiv entge­gen­wirken, da der Gesamt­aufwand für den Unter­nehmer geringer wird und sein Termin­ka­lender wesentlich flexibler bleibt. 

Die Themen­auswahl ist somit ein entschei­dender Faktor, der häufig auch über das konkrete Format entscheidet.

Tipp: Um ein besseres Gespür für das zu bekommen, was Ihre Kunden wirklich bewegt, können Sie auch auf die Erkennt­nisse aus einem Unter­nehmer-Round­table zurückgreifen.

Die Auswahl der Referenten

Kommen wir nun zur Auswahl der Referenten. Hier bieten sich bei digitalen Veran­stal­tungs­for­maten große Chancen, Top-Referenten zu erschwing­lichen Preisen zu engagieren. Denn bei einer analogen Veran­staltung vor Ort gesellen sich zum Vortrags­ho­norar auch immer noch die Kosten für Anreise, Übernachtung und Co. Wird der Referent hingegen digital zugeschaltet, so fällt der logis­tische Aufwand für ihn äußerst gering aus. Das bedeutet zwar nicht, dass der Referent hinsichtlich seines Vortrags­ho­norars Zugeständ­nisse macht – dieses ist immer zu bezahlen, denn der Inhalt bleibt ja gleich –, aber das ganze Drumherum, sprich Anfahrt, Übernachtung etc., fällt bei einer digitalen Zuschalte weg. Das gibt Ihnen als Veran­stalter wiederum die Möglichkeit, kosten­ef­fi­zi­enter zu bleiben und dennoch hochwertige und hoch relevante Referenten zu engagieren. 

Es ist extrem wichtig, dass man bei der digitalen Zuschalte absolute Qualität einkauft – nicht nur, was die Qualität der Referenten und ihrer Inhalte anbelangt, sondern auch bezüglich der digitalen Leistung: Stimmen beispiels­weise Bildqua­lität, Belichtung und Ton? Denn gerade dieser Faktor kann sich von Referent zu Referent deutlich unter­scheiden – und meistens leider nicht zum Besseren. Digital zu referieren ist anders, als dies vor Ort zu tun, auch was die Ansprache angeht und die Inter­aktion mit dem Publikum. 

Meine dringende Empfehlung an Sie als Veran­stalter ist es daher, das im Vorfeld zu testen. Vor der Unter­schrift sollte der Referent Ihnen bewiesen haben, dass er halten kann, was er verspricht, und dass er eben nicht – etwas überspitzt ausge­drückt – aus der eigenen Küche in seinen Laptop spricht.

So sollten auch bei der digitalen Zuschalte die Referenten bereits vor ihrem Vortrag im digitalen Raum anwesend sein, um vorab einen Sound­check durch­führen zu können. Ist der Redner an der Reihe, muss er dann nur noch sein Mikrofon sowie seine Kamera wieder einschalten. Dieser Punkt ist nicht zu unter­schätzen, denn ich habe hier schon die wildesten Dinge erlebt, wenn auf solche Tests verzichtet wurde – beispiels­weise dass der Referent sich nicht einwählen oder das entspre­chende Passwort nicht finden konnte.

Die technische Umsetzung

Im nächsten Schritt kümmern wir uns nun um die technische Umsetzung Ihrer digitalen Kunden­ver­an­staltung. Die üblicher­weise genutzte Variante setzt dabei einen Moderator und die Referenten in ein Studio und die Zuschauer bzw. Teilnehmer der Veran­staltung werden digital zugeschaltet. Hybride Veran­stal­tungen sind hingegen eher selten, da sich der höhere logis­tische und technische Aufwand in aller Regel nicht lohnt.

Bieten Sie also eine digitale Veran­staltung an, dann empfehle ich Ihnen Folgendes:

  • Bieten und kommu­ni­zieren Sie die Möglichkeit der Anmeldung über eine Landingpage, auf welcher sich Teilnehmer infor­mieren und direkt online regis­trieren können. Dieser Vorgang sollte möglichst einfach gehalten werden. Die gesamte User Journey muss präzise und unkom­pli­ziert sein – vom Infor­mieren bis hin zum eigent­lichen Registrieren. 
  • Schicken Sie im Anschluss an eine Anmeldung direkt eine E‑Mail, die klare Hinweise und Anlei­tungen enthält – beispiels­weise dazu, wie man sich einwählen kann. Eine schnör­kellose Erklärung mit Direktlink ist hier das ideale Werkzeug, ohne dass Teilnehmer noch bestimmte Programme herun­ter­laden müssen oder Ähnliches. 
  • Schalten Sie die Veran­staltung etwa 15 bis 20 Minuten vorher frei, da sich ein kleiner Teil der Teilnehmer gerne vor der Zeit einwählt. 
  • Zeigen Sie vor den eigent­lichen Vorträgen eine schön gestaltete Willkom­mens­folie mit etwas Stimmungs­musik im Hinter­grund. Auf dieser Willkom­mens­folie können Sie auch noch einige Infor­ma­tionen zum Ablauf oder technische Hinweise geben. Ein weiterer Vorteil: Wenn Teilnehmer die Musik hören, wissen sie auch, dass der Ton funktioniert. 
  • Aus eigener Erfahrung: Fast 90 Prozent der Teilnehmer melden sich erst ein bis zwei Minuten vor oder nach Beginn der Veran­staltung an. Und kommen diese dann nicht direkt in den digitalen Konfe­renzraum, kann es sein, dass man sie sofort verliert. 
  • Stellen Sie ferner eine Support-Hotline zur Verfügung, auf der man bei Fragen wie auch techni­schen Heraus­for­de­rungen anrufen oder sich per E‑Mail melden kann. Orien­tieren Sie die Kunden­support-Ressourcen dabei an der Anzahl der Teilnehmer, die sich im Vorfeld regis­triert haben. 
  • Möchten Sie die Veran­staltung etwas exklu­siver gestalten und „abschotten“, dann können Sie mit einer versteckten Landingpage arbeiten. Diese ist dann nur über den entspre­chenden Link erreichbar, nicht über Suchma­schinen zu finden und eventuell noch passwortgeschützt. 
  • Abhängig von der Gesamtzahl der Teilnehmer können Sie auch einen Warteraum einrichten und anschließend jeden Teilnehmer einzeln per Klick in den Veran­stal­tungsraum lassen. Dies bietet einen zusätz­lichen Schutz, ist jedoch insbe­sondere dann schwer umzusetzen, wenn sehr viele Teilnehmer noch kurz vor oder nach Beginn der Veran­staltung hinzukommen. 

Geld verlangen oder kosten­loses Angebot?

Kommen wir nun zu einem Schritt, über den sich viele Veran­stalter von digitalen Formaten oft den Kopf zerbrechen: Biete ich meine Veran­staltung kostenlos an oder verlange ich Geld für die Teilnahme? Unabhängig von der Preis­ge­staltung kann davon ausge­gangen werden, dass die Hemmschwelle, einfach nicht teilzu­nehmen, obwohl man sich regis­triert hat, bei kosten­losen digitalen Veran­stal­tungen deutlich niedriger ist als im analogen Fall.

Die sogenannte No-Show-Quote – die Quote an regis­trierten Teilnehmern, die nicht erscheinen – ist also von einigen Faktoren abhängig:

  • Schickt man den Teilnehmern die Präsen­tation im Vorfeld vollum­fänglich per Mail zu oder stellt man sie ihnen als Download zur Verfügung, so wird man auch feststellen, dass die No-Show-Quote steigt. Manche Teilnehmer stellen beispiels­weise fest, dass das Thema sie doch nicht so sehr inter­es­siert, anderen können die zur Verfügung gestellten Materialien schon zur Beant­wortung ihrer Fragen genügen. Meine Empfehlung ist daher: Stellen Sie im Vorfeld zwar Unter­lagen zur Verfügung, nehmen Sie jedoch bestimmte Inhalte heraus und versehen Sie die entspre­chenden Stellen mit einem Hinweis, dass diese Inhalte in der Veran­staltung besprochen werden. Im Nachgang der Veran­staltung können Sie allen Teilnehmern dann auch noch mal die vollständige Präsen­tation schicken. So erhöhen Sie die Wahrschein­lichkeit, dass sich die Leute tatsächlich in die Veran­staltung einwählen. 
  • Soll im Nachgang eine Aufzeichnung der Veran­staltung zur Verfügung gestellt werden? Das ist natürlich sehr angenehm für die Teilnehmer, doch wenn man ihnen bereits im Vorfeld kommu­ni­ziert, dass es eine Aufzeichnung aller wichtigen Inhalte geben wird, wird die No-Show-Quote weiter steigen. Bei der Aufzeichnung ist auch zu beachten, dass Teilnehmer mit Kamera den Aufnahmen zustimmen müssen. Dieser Umstand kann wiederum dazu führen, dass der ein oder andere abgeschreckt wird – was insbe­sondere für lebendige Diskus­si­ons­runden hinderlich ist. Will man die Aufzeichnung am Ende zudem noch bearbeiten, bevor sie verschickt wird, steigert das den Aufwand zusätzlich. Ich rate daher von der Aufzeichnung eher ab. 
  • Vermeiden Sie wenn möglich folgendes Szenario: Man bietet die vollständige Präsen­tation bereits bei der Regis­trierung zum Download an und kommu­ni­ziert, dass es im Nachgang eine Aufzeichnung der Veran­staltung gibt. Das kann bisweilen zu No-Show-Quoten von 60 Prozent und mehr führen – sprich von 100 regis­trierten Teilnehmern erscheinen lediglich 40 im digitalen Konfe­renzraum (dies wurde mir von einigen Veran­staltern schon berichtet). Das sollte man beachten und in solchen Fällen statt einer Live-Veran­staltung alter­nativ vielleicht lieber direkt ein Infor­ma­ti­ons­video produzieren. 

Um die Preis­frage an dieser Stelle abzuschließen, empfehle ich folgendes Vorgehen: Möchten Sie möglichst viele tatsäch­liche Teilnehmer generieren, so sollten Sie zumindest die obliga­to­ri­schen 10 Euro verlangen. Denn dieser Betrag tut keinem weh, schafft jedoch trotzdem ein Stück Verbind­lichkeit. Möchten Sie auf der anderen Seite die Wertigkeit und Exklu­si­vität Ihrer Veran­staltung betonen, dann nehmen Sie einen höheren Preis. Unter­schätzen Sie dabei aller­dings nicht die Logistik in der Abrechnung hinsichtlich Rechnung­s­tellung und Co. Idealer­weise imple­men­tieren und etablieren Sie direkt einen digitalen Abrechnungsweg.

Wie kann das Marketing Teilnehmer akquirieren?

Die Werbung für analoge Veran­stal­tungen funktio­niert oft so, dass die Berater per E‑Mail, Telefon oder Brief Unter­nehmer infor­mieren und einladen. Diese üblichen Wege gelten natürlich auch für digitale Veran­stal­tungen. Bei diesen wird jedoch in vielen Fällen auch ein neuer Weg möglich, der von Finanz­dienst­leistern bisher nur sehr wenig genutzt wird: Social Media. Hier kann über unter­schied­liche Kanäle eine entspre­chende Customer Journey aufgebaut und umgesetzt werden. Zum Thema Social Selling werden bald noch verschiedene Artikel und Online-Seminare von mir folgen, da Sie über die sozialen Netzwerke sogar neue Unter­neh­mer­kunden akqui­rieren können.

Was die konkreten Kanäle angeht, so werden Sie Familien­unternehmer nach wie vor eher über LinkedIn und XING erreichen als über TikTok oder Instagram. Bei solchen Werbe­maß­nahmen in Social Media kann man sich innovativ und wertig positio­nieren, indem gezielte und visuell anspre­chende, multi­me­diale Werbe­kam­pagnen ausge­spielt werden. Das wiederum ist aber natürlich auch mit einem entspre­chenden Aufwand verbunden, da es profes­sionell umgesetzt werden muss, um wirklich effektiv zu sein. 

Darüber hinaus ermög­licht dieses Vorgehen Ihnen, weitere Zielgruppen zu erreichen, mit denen Sie vorher noch nicht in Kontakt getreten sind. Auf der Kehrseite führt es unter Umständen jedoch auch zu mehr irrele­vanten Anmel­dungen – und Sie bräuchten einen entspre­chend feinen Filter sowie ein gezieltes Targeting, um sicher­zu­gehen, dass an Ihrer digitalen Veran­staltung auch wirklich haupt­sächlich relevante Personen teilnehmen.

Die Vor- und Nachteile digitaler bzw. hybrider Veran­stal­tungen auf einen Blick

Dass digitale sowie hybride Veran­stal­tungen diverse Vor- und Nachteile mit sich bringen, liegt in der Natur der Sache. Hier habe ich Ihnen noch einmal die wichtigen Pros und Kontras übersichtlich zusammengestellt

Die Nachteile:

  • Gewisses Maß an Komple­xität, um die „digitale Pipeline“ aufzubauen
  • Technisch anspruchsvoll  
  • Müssen bereits im Vorfeld komplett durch­dacht werden und bieten wenig Impro­vi­sa­tions-Spielraum – möchte man das durch Outsourcing umgehen, wird es schnell sehr teuer 
  • Gefahr einer hohen No-Show-Quote – das kann jedoch durch die oben beschrie­benen Tipps umgangen werden 
  • Gefahr, dass Teilnehmer, denen ein Vortrag nicht zusagt, einfach wegklicken oder sich parallel ander­weitig beschäf­tigen – analog kommt dies kaum vor, da Menschen dafür extra aufstehen und aus dem Raum gehen müssten

Die Vorteile:

  • Sie können mehr Teilnehmer erreichen 
  • Auch Kunden außerhalb der eigenen Region können teilnehmen 
  • Sie können Ihre Veran­staltung zu unter­schied­lichen Zeiten ausrichten – auch mehrere Zeitfenster am gleichen Tag sind möglich 
  • Die Referenten sind insgesamt kostengünstiger 
  • Für Ihre Unter­neh­mer­kunden ist es sehr bequem und komfor­tabel – denn sie haben keine Anfahrtswege, sind zeitlich flexibler etc. 
  • Ihre Veran­staltung kann auch mal ganz fokus­siert sein – denn wenn die „digitale Pipeline“ einmal steht, können auch Spezial-Veran­stal­tungen für wenige Teilnehmer effizient umgesetzt werden (z. B. nur 10 Teilnehmer zu einem Sonder­thema – hier lohnt sich der analoge Aufwand inkl. Catering, Tagungs­stätte buchen etc. meist nicht)
  • Sie können wichtige Analytics über den gesamten digitalen Prozess und somit spannende Einblicke erhalten – sowohl intern als auch extern 
  • Sie können im Nachhinein noch deutlich zielge­rich­teter bei den Teilnehmern nachfassen – sowohl was das Einholen von Feedback als auch Akqui­se­ver­suche anbelangt

Fazit: Digitale Kunden­ver­an­stal­tungen sind die perfekte Ergänzung

Digitale Veran­stal­tungen für Unter­neh­mer­kunden sind die ideale Ergänzung zu analogen Events, bestehenden Digital­stra­tegien sowie Video­ge­sprächen – sie sind jedoch natürlich kein Ersatz. Mit ihnen lässt sich das eigene Veran­stal­tungs­port­folio noch attrak­tiver gestalten und sie bieten effektive Möglich­keiten zur Kunden­ak­quise und ‑bindung.

Meine eigene Erfahrung dabei: Um digitale Veran­stal­tungen erfolg­reich umzusetzen, sollten Sie die monetären Inves­ti­tionen nicht überschätzen, doch die zeitlichen Inves­ti­tionen nicht unter­schätzen. Apropos schätzen – Unter­neh­mer­kunden werden dieses ergän­zende Angebot sehr zu schätzen wissen. Wie immer im Leben wird es auch hier Menschen geben, die eher zu digitalen oder eher zu analogen Veran­stal­tungen tendieren. Und mit den Inhalten und Erkennt­nissen aus dem heutigen Artikel sind Sie ab sofort (noch mehr) in der Lage, auf diese indivi­du­ellen Bedürf­nisse einzu­gehen sowie das Format dabei sogar passgenau auf das Thema abzustimmen!

Kontakt

Dirk Wiebusch
info@ifuf.de

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